Wie wird sich der Alpenraum aus demographischer Sicht entwickeln? Welche Herausforderungen kommen auf den Tourismus zu? Welchen Stellenwert wird die Industrie zukünftig haben? Und wie geht man mit schrumpfenden Regionen um?

Diese Fragen standen im Mittelpunkt der 18. Auflage der ibet am 29. September 2015 in der BTV-Tonhalle in Innsbruck. Dr. Gustav Lebhart, Leiter der Landesstatistik Wien, gab einen fundierten Einblick in demographische Details. Prof. Dr. Harald Pechlaner (EURAC Bozen) zeigte neue Strategien für den Tourismus in den Alpentälern auf. Pechlaner warnte unter anderem davor, dass die Alpenregionen ihre Bergkompetenz verlieren könnten. Dr. Robert Steiger (Universität Innsbruck) befasste sich mit der Frage, wie viel Tourismus die Alpen vertragen. Seine Analyse: Der Tourismus habe ein Kommunikationsproblem – sowohl nach innen als auch nach außen.

Dr. Daniel Müller Jentsch (Avenir Suisse) zeigte Strukturwandel und Schrumpfungsprozesse am Beispiel der Schweizer Berggebiete auf. „In potenzialarmen Räumen sollte man die regionalen Zentren stärken und die knappen Mittel nicht mit der Gießkanne verteilen“, sagte Müller-Jentsch. Auch der kontrollierte Rückzug aus bestimmten Gebieten dürfe kein Tabu sein. Auch Dr. Martin Heintel (Universität Wien) sprach sich für die proaktive Begleitung von Schrumpfungsprozessen aus.

Dr. Gottfried Tappeiner (Universität Innsbruck) skizzierte die Bedeutung der Industrie für den Alpenraum. Eine seiner Aussagen: „In den notwendigen Dimensionen ist die Industrie in keinem Interessenkonflikt mit dem Fremdenverkehr.“  DI Andreas Landsteiner präsentierte zum Abschluss des Industrie-Panels die Arbeit der Transalpinen Ölleitung, Europas größter Rohölpipeline, die ihren Österreich-Sitz in Osttirol hat.

Der direkte Austausch mit den ReferentInnen wurde bei fünf Thementischen groß geschrieben.

Die ibet wurde von wikopreventk konzpipiert und organisiert. Kooperationspartner 2015 waren die Industriellenvereinigung Tirol, die Sparten Industrie und Tourismus / Freizeitwirtschaft in der WK, die BTV, die Standortagentur Tirol und Forum Land. Als Medienpartner fungierten die Tiroler Tageszeitung und Die Presse.

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